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Roderick Abbott

Associate
Email: rodabbott@gpluseurope.com

Nach einer 30-jährigen Karriere in der Europäischen Kommission, gefolgt von drei Jahren als Stellvertretender Generaldirektor bei der Welthandelsorganisation (WTO) in Genf (2002-2005), kam Roderick schließlich zu GPlus.


Während seiner Zeit bei der EU-Kommission war er direkt an Verhandlungen zweier GATT-Runden beteiligt, zum einen an der Tokio-Runde von 1973-1979 und zum anderen an der Uruguay-Runde von 1987-1993. Im Laufe seiner Amtszeit wurde er zweimal zur Kommissionsdelegation in Genf entsendet; von 1975-1979 fungierte er als stellvertretender Chefunterhändler für die Tokio-Runde, von 1996-2000 als Botschafter und Delegationsleiter. In der Zwischenzeit leitete er die GATT-Zollverhandlungen nach der Erweiterung der EU um Griechenland, Spanien und Portugal. Später übernahm er dieselbe Aufgabe, nach dem Beitritt von Österreich, Finnland und Schweden.


Bei seinem zweiten Einsatz in Genf war er an einigen der umstrittensten Diskussionen der Welthandelsorganisation um das Streitschlichtungsverfahren beteiligt. Sowohl Beschwerden, die über das EU-Importregime über Bananen im Jahr 1996 geäußert wurden, als auch das Verbot von hormonell behandeltem Rindfleisch im selben Jahr, stellten eine große Herausforderung für das noch junge System und die Streitbeilegungsordnung dar.


In späteren Jahren trug er während der EU Angriffe auf das US-amerikanische Gesetz über "Foreign Sales Corporations" zur transatlantischen Harmonie bei; dabei ging es um eine Steuererleichterung, die als unzulässige Ausfuhrsubvention erklärt wurde. Auch im Jahr 2000 konnte er beim so genannten "Byrd Amendment", einer illegalen Regelung für Anti-Dumping-Zölle, vermitteln. Zwei Jahre später schlichtete er die Angelegenheit um Schutzzölle gegen Stahlimporte, die laut WTO-Urteil für unzulässig erklärt wurden.


In seiner früheren Laufbahn arbeitete Roderick für zehn Jahre bei der britischen Regierung, und zwar in der Handelskammer (später DTI) und in Genf. Roderick verfügt über einen Abschluss in Humanistik vom Merton College in Oxford und spricht sowohl Französisch als auch ein wenig Italienisch und Deutsch. Neben seiner Arbeit für GPlus engagiert er sich bei der LSE und ist Mitglied der Ideenfabrik ECIPE in Brüssel.
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